Arabische Kaligraphie zu Sure 2 zum Thema Gewalt Koran

Koran Gewalt, wie stehen die beiden zueinander ?

  • Die Haltung des Islams zu Gewalt und Aggression, was wir lernen.

Welche Quellen werden dazu verwendet ?

  • Das Leben des Propheten (Ibn Ishaq)
  • Die Übersetzung von Muhammad Assad
  • Sufistische Geschichten

Aus dem Leben des Propheten, s.a.w

Als Vollwaise in Mekka ohne Eltern aufzuwachsen, hat den Propheten, vor allem eines gelehrt, Realismus.

Sodann ging er zu Abu Talib und fragte ihn: “Wie ist dieser Knabe mit dir verwandt?” Er entgegnete: “Er ist mein Sohn.” “Er ist nicht dein Sohn, dieser Knabe braucht keinen Vater mehr.” – Das Leben des Propheten, Ibn Ishaq

Tatsache ist, nicht alle Menschen auf der Welt sind sonderlich nett und manche sogar richtig unangenehm.

Aus der noblen Schrift Gottes

Entsprechend heißt es in Sure Al Baquarah

Und kämpft für Gottes Sache gegen jene, die Krieg gegen euch führen, aber begeht keine Aggression – denn, wahrlich, Gott liebt Aggressoren nicht. – Sure 2, Vers 190

Interpretation

Man beginnt keinen Streit, aber man wird in ganz sicher beenden. Das ist die Rolle, der Koran Gewalt zuweist. Christliche Ethik ruft dazu auf, auch noch die zweite Wange hinzuhalten. Das halte ich persönlich für dämlich. Der durchschnittliche Pausenhof-Rowdy wird eine Einlandung annehmen und die persönliche Situation wird sich nicht verbessern. Unser Glaube steht im Einklang mit unserer Natur. Welches Verhalten finden Frauen und Männer attraktiv ? Alle anzupöbeln oder den Bully stehen zu lassen und seinen eigenen Weg zu gehen. Das möchte Gott uns mitteilen. Aggression liefert uns stets das Gegenteil, vom dem wir sagen, dass wir es wollen.

Libelle auf Pflanze

Sufistische Geschichten – Die Ameise, die Libelle und der Fleischer

Eine Ameise und eine Libellen trafen sich auf einer blühenden Rose dessen Nektar beide begehrten.
„Ich bin stärker als du und nehme mir, was immer ich will“ sprach die Libelle und die Ameise ließ ihr ihren Willen.
Das nächste mal begegneten sich im Nebenraum einer Fleischerei. Die Ameise wartete vor dem Schneidebrett des Fleischers auf die bald anfallenden Fleischabfälle und wieder versuchte die Libelle sie zu verdrängen. „Ich nehme wir was ich will und genieße das Leben“ trällerte die Libelle. Die Ameise begann zu lächeln und bewegte sich kein Stück. Angelockt vom Geruch des rohen Fleischs, beschloss die Libelle mitten auf dem Stück zu landen, dass sich der Fleischer gerade zu recht gelegt hatte. Noch im Begriff zu landen, sauste sein Beil von oben herab und spaltete neben dem saftigen Stück Fleisch auch noch die Libelle entzwei. Kopf und Körper der Libelle fielen neben der Ameise zu Boden und kurz darauf folgte, was der Fleischhauer an den Fleischstücken wegschnitt.Die Ameise nahm sich was sie wollte, blickte in die toten Augen der Libelle, den zerschmetterten Körper und sprach

„Wer zum Schwert greift, kommt durch das Schwert um. Dein Weg hat hier geendet, ich setze meinen fort.“

Zusammenfassung

  • Sieh andere, als das was sie sind. Richte dich nicht nach deinen Wünschen.
  • Sei neugierig, innovativ und nutze unterschiedliche Wege dein Ziel zu erreichen.
  • Habe einen langfristigen Plan und sei geduldig

Wenn du lange genug am Fluß sitzt, siehst du irgendwann die Leiche deines Feindes vorbeischwimmen.


Siehe auch:
Die Sure al-Baquara
Nasreddin Hodscha – der weise Narr