Die satanischen Verse von Salman Rushdie

Illegale Ausgabe der satanischen Verse

werfen drei fundamentale Fragen auf, die uns Muslimen große Schmerzen bereiten:

  • Das Verhältnis des Propheten, s.a.w, zu Gott
  • Die Rolle der Sexualität im Islam
  • Das Verhältnis zwischen Shia und Sunna

Das Verhältnis des Propheten (s.a.w) zu Gott

Ist das Thema, das dieser Artikel in fünf kurzen Absätze beleuchtet.

  • Der Skandal – Die Unruhen und Todesdrohungen um die Veröffentlichung
  • Zorn im Islam – der Prophetengefährte Umar von Radikalen
  • Bedachtes Handeln. – der ausgeglichene Abu Bakr
  • Spruch des Propheten – die Lieblingsfrau Aischa
  • Zusammenfassung

Der Skandal

Verbrennung durch Koran Gläubige

„Die satanischen Verse“ ist eines der umstrittensten Bücher der islamischen Welt. Kurz nach seinem erscheinen, kam es zu einem Verbot in Indien, öffentlichen Bücherverbrennungen in London, einer Fatwa durch die geistlichen Führung des Irans und zu einem Kopfgeld auf die Ermordung des Autors Salman Rushdie. Ihren Gipfel erreichte die Auseinandersetzung in einer Reihe von Anschlägen auf Verlagsgebäude und Übersetzer, sowie schweren Ausschreitungen mit zahlreichen Toten und Verletzten. Tatsächlich lassen sich die Vorkommnisse bestenfalls mit den weltweiten Protesten im Hinsicht auf den Karikaturen-Streit um den späteren Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo vergleichen.

Die Koran Verse und die Gefährten

Tatsache ist, Umar bewies sich als brillianter Feldherr, begnadeter Theologe, großer sozialer Reformer und Schirmherr von Kunst und Philosophie. Tatsache ist Umar war ein religiöser Fanatiker. Die Peitschenhiebe auf Ehebruch in Sure 33 schienen ihm nicht hart genug, das Verbot von Alkohol nicht streng genug und die Beobachtung der anderen nicht weitreichend genug.
Der Titel „die satanische Verse“ spielt auf eine wenig gesicherte Geschichte um Sure 53 und die Koran Verse 19 und 20 und beschreibt die Versuchung des Propheten durch den Schaytan. Nachdem Idlib den Propheten über den Inhalt der Verse täuschen konnte, wurde er vom Erzengel Gibril auf den Fehler hingewiesen und hat ihn korrigiert. Die Geschichte ist umstritten, jedoch das tägliche Brot einiger, die davon Leben überall Hölle und Teufel zu wittern.
Umar, Allahs Wohlgefallen auf ihm, wurde durch den Islam gerettet war als zweiter der rechtgeleiteten Kalifen einer der bedeutendsten Figuren der Umma. Ursprünglich ein jähzorniger Trinker, größer als die meisten Männer, stärker als die meisten, gemieden von den meisten. Oder wie Aisha , Allahs Segen auf ihr, berichtet. „Nicht Umar, den fürchte ich.“

Dazu ein authentischer Hadith des Propheten, s.a.w.

Und jemand von euch vollbringt wahrlich die Taten der Leute der Hölle, bis zwischen ihm und ihr nur eine Elle liegt, dann holt ihn das Buch ein und er vollbringt die Taten der Leute des Paradieses und tritt so darin ein.

Im Kern trieben Umar drei Dinge, ein tiefer Glaube an den Islam, eine starke Liebe zum Propheten und ein inbrünstiger Zorn auf jene, die sich den Geboten und Verboten des Islams widersetzten. Sein ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit ließ ihn vor allem mit einem zurück, mit wenigen Freunden. Und so bedurfte es der Fürsprache Alis, Allahs Segen auf ihn, um ihn in der Nachfolge Abu Bakr zum zweiten Kalifen der Umma zu benennen.

Wie Papst Gregor der VI feststellt:

Die Vernunft vermag sich mit größer Wucht den Bösen entgegenzustellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht.

Der Zorn auf die ist berechtigt, allein die unbedachte Handlung nicht. Das ist in etwa der Inhalt der Fatwa den die Gelehrten der Al-Azhar Universität den Fatwa Ayatollah Chomeinis entgegenhielten.

Der Fels Abu Bakr

Abu Bakr, der Lieblingsgefährte des Propheten, war eine gänzlich andere Persönlichkeit. Ein ruhiger, bescheidener und sehr bedacht handelnder Mann. Dennoch, als die arabischen Stamme, nachdem dem Tod des Propheten den Zakat verweigerten, führte er sein Schwert so, dass sie es nie wieder wagen sollten.Abu Bakr betrachtete seine Stellung als Kalif vorwiegend als Ehrenamt und ging weiter seinen Geschäften nach, um sich seinen Lebensunterhalt zu sichern. Dies ging soweit, dass er für ein ein kleines Zusatzeinkommen die Ziegen der Nachbarn molk. Bekannt ist der Streit mit seiner Tochter ‘Aischa, der Lieblingsfrau des Propheten s.a.w, die dessen Länderein als Privateigentum betrachtete, während sie Abu Bakr als Eigentum der islamischen Gemeinschaft sah. Er stütze sich auf Koran Verse und das Leben des Propheten.Abu Bakr, starb als betagter und geachteter Mann im Kreis seiner Familie und Freunde.

Aisha und der Spruch des Propheten

Die Lieblingsfrau des Propheten Aischa

Gleichzeitig ist Aischa, die Tochter Abu Bakrs und Liebelingsfrau des Propheten s.a.w., wohl eine der besten Quelle um mehr über die Inhalte des Glaubens zu erfahren. Aischa beherrschte alle Koran Verse auswendig und überlieferte eine Vielzahl an Hadithen. Allen Gerüchten, über die Benachteiligung der Frau zum trotz, war sie politisch aktiv, hielt öffentlich Rede und hob bei den Streitgkeiten zwischen Ali, Allahs segen auf ihn und Muawija ihr eigenes Herr auszuheben.

Der vielleicht berühmteste von ihr überlieferte Hadith findet sich in der Sammlung Imam Nawawis und wird von Bukhari und Muslim wie folgt überliefert.

Wer etwas einführt, das kein Teil unserer Sache ist, wird es abgelehnt finden.

Dieser Hadith ist authentisch und wischt sämtliche Überlegungen der „satanischen Verse“ vom Tisch, schließlich war die Ablehnung doch recht eindeutig. Ein Konzept, das der weiteren Betrachtung lohnt, ist das Verhältnis von vorislamischer zu islamischer Zeit oder von Jahilia und Hijab wie Rushdie schreibt.

Zusammenfassung

„Assadu la iliha allahu wa assadu muhammadu rasulu allah.“ „Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah und Mohammed ist sein Prophet“. Buddha ist in Indien Inder und in Vietnam Vietnamese.

Xenophanes ergänzt

Hätten die Pferde Götter, sie hätten Pferdeköpfe.

Gott ist einer. Und dies begründet die Ablehnung der vorislamischen Gesellschaft. War Jesus ein weißer, mit blonden Haaren und blauen Augen, bedenkt man, aus welchen Teil der Welt, er kommt vermutlich nicht. Und trotzdem ist es z tiefst menschlich Gott nach unserem Ebenbild zu erschaffen. Das ist bloß nicht Gott, das sind nur wir. Wir alle ob Salman Rushdie oder Ali am Gemüsestand halten uns für die Besten, Größten und Tollsten sind und sind der Meinung immer im Recht zu sein. Gleichzeitig ist die größte Sünde, die der Islam kennt, der Shirk, die Beigesellung. Der Tauhid ist das Bekenntnis zur Einzigartigkeit Gottes, der mit den Eigenschaften der Menschen nichts gemein hat. Egoismus und Stammesdenken hat im Islam nicht zu suchen, das war weder eine Eigenschaft von Umar, noch von Abu Bakr und erst recht nicht des Propheten, s.a.w. Wenn es Salman Rushdie in der Gestalt des Geschäftsmannes Manihoun, der in einer Nebenhandlung das Leben des Propheten, s.a.w. nachzeichnet so sieht, wird es es zurückgewiesen werden.


Siehe auch:

Jubiläum der “satanischen Verse” – FAZ

Aischa – Geliebte Frau, Süddeutsche Zeitung