Zitat Liebe tut weh

Liebe tut weh und der Umgang damit

fließe mit zitat„Jetzt mach es endlich“, sagte sie, als er in die am Tisch liegende Brieftasche seines Vaters fasste. „Nimm das Geld.“ Er war damals 6 Jahre alt und seine Schwester war etwa 4. Als er schließlich soweit war den Geldschein herauszuziehen, verriet sie es den Eltern. Er brauchte bis in seine 30er um diesen Schock zu Verarbeitern, seine kleine Seele war gebrochen. So geht es allen von uns, Dinge die nahezu kindisch erscheinen prägen große Teile unseres weiteres Lebens – Liebe tut weh.

In solche Situationen bekommen viele etwas, dass man Flashbacks oder Dejavus nennt, unverarbeitete Erinnerungen aus der Kindheit. Ein Teil unseres Bewusstseins bleibt im Moment großen Schocks gefangen und wir sind wieder und wieder gezwungen diese Situation aufs Neue zu durchleben. Das ist der Punkt, an dem ein guter Teil aller psychologischen Behandlungen einsetzt.

Unglückliche Beziehungen sind allzu oft nur ein Versuch, die Verhältnisse aus unserer Kindheit wiederherzustellen. Wir möchten genau das haben, dass wir aus unserer Kindheit als normal verstanden haben und die allermeisten Menschen werden dabei wie ihre Mutter. Das ist ein Segen, für Menschen die aus glücklichen, erfüllten Beziehungen stammen und ein Fluch für die meisten Anderen. Wir neigen dann dazu entweder selber zu manipulieren oder manipuliert zu werden. An dieser Stelle erscheint die Art von Menschen, die ich „Wort-Magier“ nennen möchte.

Von Manipulation und Manipulierten

Ein „Wort-Magier“ besitzt einen sechsten Sinn für die verborgenen, tiefsitzenden Ängste und Bedürfnisse anderer Menschen und viele von uns sind entweder selber „Wort-Magier“ oder mit einem liiert. Ein Wort-Magier ist durch Manipulation in der Lage andere Menschen zu kontrollieren oder ihr Handeln zu bestimmen. Worte sind dabei nur das Transportvehikel und die Magie, wie in den meisten anderen Fällen nur eine Illusion. Vielmehr versteht der „Wort-Magier“ sehr genau welche Knöpfe im Betroffenen er drücken muss und verhext damit zwei Leben, sein eigenes und das seines Opfers.

Der wichtige Punkt ist, dass der Wärter ebenso sein Leben im Gefängnis verbringt wie der Insasse. Der Betrüger ist am Ende immer das Opfer seines eigenen Betrugs. Er ist gezwungen eine Vorstellung von sich aufrecht zu erhalten, die nicht real ist. Die kleine Schwester ist von da an gezwungen das „gute Kind“ zu sein und der vermeintliche kleine „Taschendieb“ versucht Anderen andauernd seine Unschuld in allen möglichen und unmöglichen Situation zu demonstrieren. Sie verlieren mehr und mehr den Bezug zu sich selbst und am Ende dieses Prozesses steht das Cocooning, der Rückzug auf dich selbst.

Der Rückzug

Die Wahrheit ist immer einfach zu merken aber ein Lügner benötigt ein gutes Gedächtnis. Über kurz oder lange brennen Betrüger und Betrogene aus. Das kann durch ein plötzliches Schockerlebnis passieren z.B. Nahtod, Verlust eines Angehörigen oder Scheidung oder es kann lange andauern bspw. über Depression, Burnout oder den immer gleichen schädlichen Beziehungen. Die tiefere Ursache ist in beiden Fällen dieselbe. Eine Enttäuschung bedeutet nur, dass die Täuschung aufhört. Liebe tut weh, wenn wir den Kontakt zu uns selbst verloren haben. Vielleicht war das Reh, die überhöhte Gesellschaft oder die nasse Fahrbahn schuld oder vielleicht wollten wir am Ende einfach nur noch den Baum treffen. Damit sind wir die nächsten Wochen im Gips vollständig auf uns selbst zurückgeworfen.

In diesen zähen Stunden beginnt die schwierigste Aufgabe unseres Lebens, die Schattenarbeit, die Integration unterdrückte Aspekte unser Persönlichkeit in unser eigentliches Ich. So etwas scheuen Menschen, wie der Teufel das Weihwasser. Viele wollen sich einfach nur ablenken und wünschen, dass die Zeit endlich verfliegt. Menschen die für ihr eigenes Ego darauf angewiesen sind uns auszubeuten, werden auf jede Änderung nicht unbedingt positiv reagieren und wir werden viele unserer falschen Freunde verlieren. Unbewusst wissen wir das, deshalb möchten uns besser nicht darauf einlassen.

Das ist der Prozess, den man Erwachen nennt, genau genommen ist es aber nur erinnern. Wir alle werden perfekt geboren und haben unser Potential. Im Verlaufe unserer Erziehung und des Aufwachens werden wir normal gemacht. Das ist der Teil unser Potentials, den Andere bereit sind zu akzeptieren. Das ist aber nicht der Mensch, der wir sein könnten oder auch nicht der, der wir sein möchten.

Von Schmerzkörper

Wie bereits erwähnt, werden wir alle vollständig geboren. Vergleiche dazu das Jesus-Wort

Wahrlich ich sage euch: Es sei denn, dass ihr umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. – Matthaeus 18:3

Liebe tut weh, weil wir im Laufe unseres Lebens eine Vielzahl von Ängsten und Komplexen auf, die uns in unserer weiteren Entwicklung behindern. Statt zu uns zurück zu finden, suchen wir uns die immer gleichen Partner, weil wir den Schmerz brauchen. Die Summe dieser Verletzungen und Ängste nennt man den Schmerzkörper. Den Abbau dieses Schmerzkörpers nennt man Schattenarbeit und gehört zu den wichtigsten und tiefstschürfenden Erfahrungen in unserem Leben. Wenn wir gelernt haben diesen Teil unseres Selbst in unseren täglichen Ablauf zu integrieren, können wir den nächsten Schritt in unserem Leben machen.

Weshalb du andere Beziehungen vorerst nicht brauchst

Du kannst im Äußeren nicht finden, was dir im Inneren fehlt, das bedeutet aber nicht, dass wir es nicht versuchen. Letztendlich fliegen Tauben immer dort zu, wo bereits Tauben sind. Und in dem Moment, an dem wir uns selber lieben, lieben uns auch andere. Das Problem besteht nicht darin, dass du nicht liebenswert bist, sondern dich in einem Konflikt mit dir selber befindest. Wie Blut die Schakale locken verwundete Seelen die Aasgeier. Diesen Konflikt hast du selber nicht verursacht, sondern er entsteht, wenn dein kindliches Selbst auf die rauen Küsten der Realität trifft und sich dein Schmerzkörper ausbildet. Die Frage ist wie du damit umgehst und ich empfehle, dich vorerst auf die Arbeit mit dir selbst zu konzentrieren.

Die Menschheit kennt keinen Mangel an Menschen die sich von einer Beziehung in die nächste stürzen, sondern an solchen die sich selbst kennen.

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