Zitate spirituelle Krise

Spirituelle KriseViele Menschen denken, dass spirituell sein bedeutet, immer positiv zu denken. Das ist generell falsch. Spirituell sein bedeutet, in Übereinstimmung mit meinem Gewissen, bewusst zu leben.

Der Vorgang des Aufwachsens ist dabei oft unangenehm und schmerzhaft, gleichzeitig wünscht sich niemand den Weg zurück. Du kannst die blaue Pille so oft nehmen wie du möchtest, hast du dich für die rote Pille und ein bewussteres Leben entschieden, gibt es in der Regel keinen Weg zurück.

Sehr viele besitzen ein allgemeines Interesse an Spiritualität oder Religion, der letzte Schritt, sich tiefer damit zu beschäftigten benötigt allerdings auf ein einschneidendes Erlebnis im eigenen Leben, da bist dahin meist die Zeit fehlt. So ein Erlebnis im Leben führt oft direkt in eine spirituelle Krise. Eine solche Krise hat dabei oft schwere emotionale und gesundheitliche Auswirkungen, sodass eine spirituelle Krise oft missverstanden wird.

So gibt es beispielsweise den Begriff der schamanischen Krankheit. Die sogenannte schamanische Krankheit zeigt oft starke körperliche Auswirkungen ohne dass sich eine körperliche Ursache finden ließe. Insbesondere Hermann Hesse verarbeitet dieses Thema in zahlreichen Büchern wie Demian, Siddhartha oder Glasperlenspiel sowie dem Gedicht Stufen, verarbeitet.
Im Kern geht es darum, dass jede Lebensstufe ihre Zeit und ihren Grund hat, bedeutend ist zur nächsten Stufen weiter zu gehen wenn die aktuelle Lebensstufe endet.

Die spirituelle Krise

Wenn wir uns mit Gewalt gegen unsere persönliche Weiterentwicklung stellen entsteht eine spirituelle Krise. Wir haben unsere eigenen Gefühle über Jahre oder Jahrzehnte ignoriert oder unterdrückt haben und müssen jetzt mit den gesamten emotionalen Ballast in sehr kurzer Zeit zurecht zu kommen.
Unsere Gefühle sind im Normalfall eine gute Orientierung, was wir tun sollten und was nicht und ebenso oft stehen wir mit ihnen auf Kriegsfuß. Das Ergebnis ist entsprechend vorhersehbar. Im Grunde stehen zwei Möglichkeiten am Ende so einer Entwicklung.

  1. Du hältst den Unterschied zwischen deinen Gefühlen und deiner Situation nicht länger und explodierst nach außen. Das heißt Kartasis und ist griechisch für Reinigung. Es meint einen großen Ausbruch oft in Form eines Wut- oder Weinanfalls.
  2. Du implodierst nach Innen und fällst in eine tiefe Depression, neben einer gefühlsmäßigen Leere gehören dazu oft körperliche Symptome wie Gewichtsverlust, Schlafstörungen oder verminderter Appetit.

Wenn du dich bereits in einer solchen Situation befindest solltest du unbedingt professionelle Betreuung durch einen Arzt, Psychologen oder Psychotherapeuten in Betracht ziehen. Mir geht es in diesem Artikel insbesondere die spirituellen Aspekte und die Auswirkungen.

Die spirituelle Krise beginnt meistens mit einem Verlust. Das kann finanziell, beruflich oder privat sein. Das ist dann meistens, das Zünglein an der Waage, dass den emotionalen „Fallout“ den Supergau auslöst.
Eine spirituelle Krise zwingt uns unsere bisherigen Glaubensgrundsätze und Überzeugungen zu überdenken. Wir beginnen uns zu fragen, welche Ziele wir in unserem Leben verfolgen, wo unsere Richtung liegt. Es ist der interne Antrieb eine tiefere Bedeutung in unserem Leben zu finden, die wir alle spüren.

Wir beginnen Fragen zu stellen, weshalb Dinge geschehen und wieso es gerade uns passiert. Das nennt man auf Deutsch das Florian-Prinzip

Heiliger Sankt Florian
erschon’ mein Haus
Zünd’ andere an !

Die Lösung

Entscheidend ist, dass Dinge nicht ohne Grund geschehen. Du wirst damit beginnen, Dinge in ihren tieferen Zusammenhang zu erkennen und dich genau dorthin entwickelst, um den nächsten Schritt zu tun. Krise und Chance sind im chinesischen, das gleiche Zeichen. Das Geschenk im Verlust ist immer die Chance dein Leben zu ändern. Wir lassen Dinge, die uns aufhalten zurück.
Wir fragen uns oft, weshalb uns dies oder da andere in unserer Kindheit geschehen ist, ohne uns nach der tiefere Bedeutung und die Möglichkeiten darin zu entdecken. Dies verwandelt uns oft in einen emotionalen Zombie, der seine Gefühle einfach nur noch betäuben möchte (Alkohol, Drogen) und versucht irgendwie durch den Tag zu kommen.

An dieser Stelle beginnen Leute zu fühlen, dass die die Verbindung zu sich selbst verloren haben und das stimmt im wesentlichen. An der Prüfung der eigentlichen Glaubenssätze und Wertvorstellungen kann diese Selbstmedikation allerdings nichts ändern. Es kann den Prozess nur verlangsamen aber nicht verhindern.

Viele Menschen fühlen sich einfach unvorbereitet eine spirituelle Krise alleine zu überstehen und beginnen eine Rundreise durch die verschiedensten Gruppen von weltanschaulich, bis religiös bis vegan.
Wir benötigen an manchen Stellen in unserem Leben einfach geistige Leitung durch Menschen mit tieferen Einblick. Das Gebet, Meditation oder Fasten können dabei wertvolle Werkzeuge sein.

Je weniger, wir in dieser Zeit für uns selbst tun, desto länger wird diese Übergangsphase andauern. Wenn dir das Geschenk zu Teil wurde, dein Leben näher zu betrachten, höre an diesem Punkt nicht auf. Mach den Wechsel Teil deines Lebens und freue auf die Ergebnisse der Mühe.

Zu viele Menschen, denen eine spirituelle Krise zu Teil wird gehen schlussendlich nicht so weit, die Früchte ihre Arbeit auch zu ernten.

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