Zitate Tod im Islam

Tod im Islam FeuerDenke dich selbst im Moment des Todes vor ? Woran denkst du, wenn du auf dein Leben zurückblickst, was würdest ändern, worauf bis du Stolz ?

Siehst du dich selbst in Hölle oder Paradies ?

Jede Seele soll den Tod kosten und erst am Tage der Auferstehung, soll sie ihren vollständigen Lohn erhalten. – Sure 3,185

Jeder Mensch wurde geboren, um zu sterben, dass ist ein Gedanke, den wir sehr ungern wahr haben möchten und doch wird es geschehen. Oft möchten wir über diesen Prozess nichts wissen, das widerspricht allerdings dem Geist des gläubigen oder spirituellen Menschen. Wir sollten alles über den Tod lernen, um unser Leben entsprechend zu nutzen.

Eigentlich sind sie nur Nachts zu sehen, die Aghori, die schwarzen Geister der heiligen Totenstadt Varanasi an den Ufern des Ganges. Nach meiner Scheidung beschloss ich auf eine Reise zu gehen. Ich hatte immer schon eine Vorliebe für Dunkles und Zerbrochenes und in dieser Phase meines Lebens besonders.

Dies liegt vielleicht an meinem persönlichen Lebenswandel. „Gott ist allumfassend, es gibt einen hellen Weg zu Gott und es gibt einen dunklen Weg zu Gott. Die Aghori haben den Dunkeln gewählt.“, erklärt mir ein Fremdenführer. Und dies wird in der gesamten Stadt sichtbar. Das Sterben und Verbrennen in Varanasi soll den Ausweg aus den immerwährenden Zyklus aus Geburt, Tod und Wiedergeburt bedeuten, an den die Hindus glauben.

Die Feuer gehen in Varanasi niemals aus und der stetige Ascheregen verwandelt die Totenstadt in eine der schmutzigsten Städte Indiens. Von dem, das von den Verstorbenen an den Scheiterhaufen bleibt nähren bleibt sich die Aghori. Es wirkt fast surreal. Aus den Knochen und Schädeln fertigen sie ihre Bettelschalen.

Der Tod im Islam

Eigentlich kann es die Aghori nur in Indien geben. Sie finden sich um viele Feuerplätze des Riesenstaates und vereinzelt im benachbarten Nepals. Alles, das Hindus für unrein halten, gilt den Aghori als Abkehr von der Welt einen Schritt näher an Gott. Sie leben in den Kanälen, bewegen sich vorwiegend nachts, reinigen sich mit der Asche der Toten und essen verbotenes Fleisch.

Ein Blick in die Augen eines Aghori zeigt, dass sie nicht so sehr bösartiges oder gefährliches in ihnen spiegelt, sondern ein vielmehr tiefes, unbeschreibliches Dunkel, das von ihrem gesamten Wesen Besitz ergriffen hat. Die Aghori meiden andere Menschen und nachdem ich ihn und er mich erblickte, ist er wieder im Schatten der Nacht verschwunden. Der Anblick war mir die Reise wert. Um das zu verstehen, muss ich etwas mehr über mich erzählen.

Es gibt etwas, das ich Schattenarbeit nenne möchte. Schattenarbeit ist das, was passiert wenn wir uns entscheide ein glücklicheres, erfolgreiches und besseres Leben zu führen und uns damit unserer Vergangenheit nach so vielen Jahren der Flucht, in die falsche Richtung endlich zu stellen. Wir alle leiden unter Traumata und inneren Schmerzen, die uns unser ganzes Leben lang zurückhalten. Wir können entweder normal sein oder unser Potential nutzen.

Die meisten entscheiden sich, normal zu sein, bis sie daran zerbrechen. Zurückgeworfen auf sich selbst, ziehen sich in sich selbst zurück, verpuppen sich und steigen aus der Asche ihres alten Lebens, der zerbrochenen Träume und Enttäuschungen aus als wunderschöner Schmetterling empor. Die das nicht schaffen, werden allzu häufig entweder ein lebenslanger Sozialfall oder nehmen sich irgendwann den Strick.

Das ist aus meiner Sicht immer der falsche Weg. Wir sollten alle sein, wer wir eigentlich schon sind. Wir sollten sein, wozu uns der große, allmächtige Gott geschaffen hat. Viele halten den Tod im Islam für das Gegenteil zum Leben. Das ist grundlegend falsch.

Vom Leben und Sterben

Der Tod im Islam ist das Gegenteil der Geburt. Und er ist meiner Auffassung nach, in den meisten Fällen weit weniger blutig. Leute die den Tod fürchten, fürchten in den meisten Fällen das Leben. Eine der bekanntesten Geschichten ist in diesem Zusammenhang das Ende von Isidor Strauss, einem bekannten amerikanischen Politiker und Geschäftsmann und seiner Ehefrau Ida Strauss, die eng umschlungen im Schiffsunglück auf der Titanic ihr Leben verloren, als das eiskalte

Wasser des Nordatlantiks in ihre Kabine schoss.

Der Schriftsteller Elbert Hubbart bemerkte dazu:

Mr. und Mrs. Straus, ich beneide Sie um das Vermächtnis der Liebe und Loyalität, das Sie ihren Kindern und Enkeln hinterlassen haben. Den stillen Mut, den Sie in Ihren langen Leben und erfolgreichen Karrieren hatten, besaßen Sie auch im Tod. Sie wussten, wie man die großen Dinge tut – wie man lebt, wie man liebt und wie man stirbt.

Die entscheidende Erkenntnis daraus ist, dass weder unser Geburtsdatum noch der Sterbetag wirklich zählen, sondern einzig und allein der Strich dazwischen.

Tradition ist die Weitergabe des Feuers, es ist nicht die Anbetung der Asche.

Tatsächlich muss jeder von uns in seinem Leben eine Entscheidung treffen. Wir können im Anblick des Gewitters versuchen zwischen den Tropfen hindurch zulaufen oder wir können akzeptieren, dass wir nass werden. Ich habe mich für zweiteres entschieden und ich muss sagen, dass ich meine Freude am Tod gefunden haben.

Zusammenfassung

Für mich trägt der Tod im Islam etwas von Hoffnung und Erleichterung und hat den Charakter eines guten Freundes, der mich erinnert, meine Zeit auf Erden zu nutzen, als eines Raubtiers, das mir nach dem Leben trachtet: Ich habe meine Mutter an Krebs sterben sehen.

Ich habe gesehen, wie das Leuchten ihrer Augen immer matter und matter, ihre Haut fahler und fahler, die lichten Momente kürzer und kürzer und die Morphiumdosen höher und höher wurden. Ich war froh als sie starb. Als uns die Ärzte die Todesnachricht überbrachten und uns ein letztes mal in ihr Krankenzimmer führten, konnte ich sehen, dass es nicht mehr meine Mutter war. Sie war jetzt an einem besseren Ort und ich konnte innerlich lächeln und ihr an diesem Ort zu dieser Zeit „Lebewohl“ sagen.

Meine Schwester hat diesen Absprung nie geschafft und sie hasst mich dafür.

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