Die Heimat der Magie und der Türken

liebeszauber altai gebirgeWenn ich Zarina tief in die Augen sehe, kann ich sie fast hören. Ich kann hören, wie die Hufe der Wildpferde am harten, kargen Boden der Steppe abprallen, ich höre die sanften Schwingen des Steppenadlers der über sie kreist.

Und ich höre das Schweigen ihres Himmelgottes Tengri, der gemeinsam über sie wacht. Viele denken die Heimat der Türken liege in der Weite Anatoliens. Genau genommen liegt sie aber hier, im Altai Gebirgen (türk. altin=Gold), den goldenen Bergen.

Wie der Sufigroßeister Idries Khan in seinem Buch „Oriental Magic“ eindrucksvoll nachweist, ist aller Liebeszauber zunächst einmal Schamanismus. Die Sprache der Zentralasiaten fand zuerst über Babylon und Ägypten ihren Weg ins Christentum, Judentum und Islam. Jede der Weltreligionen besitzt ihre eigene Maysterienschuke.

In Judentum ist es die Kabbalah, im Christentum, die Rosenkreuzer, im Islam die Sufis und im Buddhismus die Gelbmützen mit dem Dalai Lama als ihren Anführer. Alles begann hier am Fuße des Altais, wo das Heer der chinesischen Kaiser auf die Armeen des Halbmondes trafen. Wer jemals die grünen Lichter über See Baikal tanzen sieht, wird das verstehen.

Japoschtschi (Schlitzaugen) nennen sie die Russen, Shambala, das heilige Königreich, sagen die Tibeter. „Allahu Akbar“ rufen türkische Nationalisten in der Öffentlichkeit und „Tengri“ flüstern sie im Geheimen. Am deutlichsten sagen es die Kasachen. Nicht das Grün des Islam ziert ihre Flaggen, sondern das Blau des Himmelsgottes, nicht der Halbmond ist ihr Symbol, sondern der Steppenadler.

Befreiungsarmee Kasachstan

Symbole, die man vor mancher türkischer Moscheen finden wird, verstehen tun es die Wenigsten.

Liebeszauber

Alle Magie liegt in der Polarität der Geschlechter, Liebeszauber bilden keine Ausnahme. Es bedurfte des aufgerichteten Penis des Hitlergrußes, um ein Reich aufzurichten und der symbolisierten Vagina des Victory-Zeichens, um es zu zerschlagen.

Spirituelle Kriegsführung nennt man das. Und dahinter stand die Thule-Gesellschaft auf der einen und Aleister Crowley auf der anderen Seite.

Die mächtigsten Schamanen der Jakuten (Zentralasien) sind oft Frauen. Zarina ist eine von ihnen und ihre Mutter war eine davor. Die Anwendungsfälle, sind medizinische Versorgung, wo es keine gibt, Geld bei den Männern und Liebe bei den Frauen. Eine Reihe von Bildern glücklich verheirateten Paaren prankt in ihrem Wohnzimmer. Ein Arbeitsnachweis für neue Kunden und eine Ermahnung ihre Rechnungen auch zu bezahlen an die vormaligen.

Eine Schamanin braut keine Zaubertränke oder so etwas, sie spricht mit den Geistern. Aber die Geister muss sie zuerst sammeln. Man findet sie vorwiegend an besonderen Orten, die ihre eigene Magie ausstrahlen z.B. am Baikalsee oder im Altai-Gebirge. Die Fundorte werden anschließend markiert. Überall, um den See finden sich die kleinen Steinhaufen.

In der modernen Türkei tut man das nicht mehr. In der modernen Türkei geht man auf die Grabstätten der Heiligen oder Sufigroßmeister. Deshalb hassen Wahabiten Grabstätten und gingen soweit die des Propheten, s.a.w., einzureißen und auch der deutsche Denkmalschutz ist sehr besorgt darüber, was sich an seinen geschützten Stellen nächtens so tummelt.

Die unterschiedliche Stellen besitzen unterschiedliche Energien, bspw. das Orakel von Delphi. Wenn es heißt, dass die Pythia von Delphi aus einer Spalte spricht, sollte auch den letzten dämmern, dass Männer an dieser Stelle nichts verloren haben. Sobald man hört, dass es sich in irgendeiner Weise um einen Wallfahrtsort handelt, hat man so eine Stelle gefunden.
Wenn man ein bisschen näher hinhört, welche Art von Wundern dort geschehen sein soll, wird man auch wissen wofür er gut ist.

Den Geist in die Flasche packen

Die Geschichten aus 1001 und einer Nacht, drehen sich oft, um den berühmten Dschinn in der Flasche oder der attraktiven Dschini in den männlichen Fantasien der 60er und 70er Jahre. Tatsächlich ist das nicht so weit von der Realität. Hat man seine Stelle gefunden, nimmt man meist ein sogenanntes Totem, etwas das die Kraft des Ortes enthalten soll.

Muslime machen das gerne mit dem sogenannten Zamzam-Wasser aus Mekka. So sicher wie die Hölle, ist diese Quelle also ein besonderer energetischer Ort. Und wenn der Prophet, s.a.w., seine Visionen in den Höhlen, um Mekka empfangen hat gilt das genauso.

Man ist in so gut wie keinen Fällen, der erste der auf so etwas kommt.

Für Liebe, Beziehungen und Fruchtbarkeit in näherer Umgebung ist es Malta oder jede Ort, der irgendetwas mit Marienverehrung zu tun. Wenn man unter einer beliebigen Marien-Kirche gräbt, wird man vermutlich Schicht über Schicht früherer Heiligtümer darunter entdecken. Wie gesagt, man ist in der Regel nicht die Erste, die auf so etwas kommt.

In der Zwischenzeit werden sich Archäologen vermutlich länger am Kopf kratzen, wieso Stonehenge ein Teil der größeren Anlage Woodhenge (wie Stonehenge nur aus Holz und verwittert auf Satellitenaufnahmen deutlich zu erkennen). Ein kleiner Hinweis, es liegt am Ort.

Der eigentliche Liebeszauber

Hat man seinen Gegenstand am Ort dann gesammelt, muss man ihn auch noch benutzen können und an dieser Stelle kommt die Schamanin ins Spiel. Ja, ein Stein ist ein Stein und daran rubbeln wird nichts ändern.

Die Frage ist nicht, was der Stein in unserer Welt darstellt, sondern auf der Ebene der Geister, Dschinns und Dämonen. In der Regel ist das nicht der aller freundlichste Ort und man sollte diese Tätigkeiten nach Möglichkeit outsourcen. Und nur um es nochmal zu erwähnen, der türkische Zauber Hodscha ist genau das. Er ist ein türkischer Zauber Hodscha, der Glückkekse mit Koranversen verteilt. Das ist nicht nur verboten, sondern auch noch dämlich.

Eine Schamanin ist eine Fachfrau für die gesitige Welt, außer sie ist eine Hochstaplerin. Dann ist nämlich tatsächlich eine Hochstaplerin. Und genau deshalb mag ich Zarina.

Die Gefahr der Liebeszauber

Menschen treiben in der Regel zwei Dinge. Sie möchten schnellen Erfolg, Geld und Liebe oder sie möchten anderen schaden. Tendenziell sind die Schadenzauber häufiger und deshalb haben die allermeisten Orte, keine sonderlich positive Energie.

Jemand der etwas Erfahrung mit Totem Gegenständen Hand, spürt in der Regel spätesten beim Anfassen, um welche Art von Gegenstand es sich tatsächlich handelt. Er wird also nicht mal auf die Idee kommen, sich mit stark negativen Gegenstand näher zu befassen.

Feinfühligkeit ist keine Stärke der modernen Welt. Gott hat uns vollkommen erschaffen und wir besitzen alle Sinne und Instinkte, um in unserer Welt zu Recht zu kommen. Allerdings haben viele Menschen, ihre Instinkte und ihren gesunden Menschenverstand verloren.

Die Sowjetunion hat die Grabstätten sibirischer Schamanen aufgebrochen und ist kollabiert. Die Taliban meinten sie müssen buddhistische Statuen sprengen und haben ihre Strafe erhalten. Der islamische Staat dachte, er müsse die Ruinenstadt Ninive plätten und jeder kann derzeit gerade sehen, was er genau davon hat.

In allen diesen Fällen, wussten die Erbauer wohl mehr darüber als die ideoligisierten Spinner die es einrissen. Wenn man nicht weiß, was man tut, dann lässt man es bleiben.

Orte die gesetzlich geschützt sind, an denen man nichts mitnehmen darf, um die herum nichts wächst, die die Einheimischen meiden oder von denen man im aller schlimmsten Fall hört, dass dort Menschen verschwinden sind nicht geeignet.

Man kann sie lange absuchen und doch nichts passendes finden.

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