Erfahre einfach wofür wir stehen

Am Anfang unseres Weg stand die Erkenntnis, dass wir mit dem Islam, wie er in Deutschland vermittelt wird unzufrieden sind. Tatsache ist, der praktizierte Islam ist in Deutschland relativ jung und gleichzeitig ist er fester und unveräußerlicher Bestandteil der heutigen Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland, in Österreich und der Schweiz geworden.

Blick auf Istanbul bei Nacht

Weder halten wir den Islam für eine Religion des Friedens noch für eine Religion der Gewalt, sondern für eine Religion der göttlichen Gerechtigkeit. Wir vertreten eine moderat konservative Ausrichtungen auf Grundlage des Koran, der Sunna und den etablierten Rechtsschulen der Gelehrten.

Wir lehnen entsprechend fundamentalistische Auslegungen die sich außerhalb der anerkannten Rechtsschulen stellen, ebenso ab, wie eine „Theologie der Barmherzigkeit“. Wie vieles in seiner Jugendphase, neigt auch der gelebte Glaube hierzulande zu Extremen. Für uns ist nicht die Frage, ob die liebende Hand der Mutter oder die strafende des Vaters, sondern Gott ist für uns immer beides.

  • Wir akzeptieren, dass positive Neuerungen im Glauben möglich sind, die sogenannte Bida Hassan möglich sind und räumen gleichzeitig ein, dass sie mit der Ausformung der Rechtsschulen ihren Abschluss gefunden haben und die Tore des Idschtihad (Urteil der Gelehrten) nun mehr geschlossen sind.

  • Wir erkennen die jeweilige staatliche Gesetzgebung als einzig gültige Rechtsnorm auf dem Territorium des jeweiligen Staates an und verstehen gleichsam das Bedürfnis der Gläubigen nach einem göttlichen Recht.

  • Wir lehnen jede Art der politischen Betätigung als unvereinbar mit den Glauben ab und

    sehen die Trennung von Religion und Staat als gegeben.

  • Entsprechend lehnen wir jegliche Form Gewaltanwendungen und Zwang im Glauben ab, halten die Religionsfreiheit für ein unmittelbares Menschenrecht und hoffen, dass alle ihre Erlösung finden werden.

  • Wir halten moderne, europäische, islamische Gelehrte für unverzichtbaren Bestandteil der Kultur, für von höchsten gesellschaftlichen Wert und sehen sie als Bereicherung für jeden einzelnen Mann und jede einzelne Frau. Allerdings sehen wir in der vorrangigen Aufgabe eher die Erhaltung der Tradition als deren Auflösung.

  • Sofern eine jeweilige staatliche Anerkennung vorliegt, handelt es sich bei den jeweiligen islamisch geprägten Vereinen und die alleinigen offiziellen Repräsentanten der entsprechenden Glaubensgemeinschaft, aber jedenfalls um die Interessenvertretungen ihrer Mitglieder.

Zusammengefasst

Halten wir es für die höchste Pflicht jedes Muslim, ein ruhiges, geordnetes Leben als guter Staatsbürger und gottesfürchtiger Mensch zu führen. Grundlage hierzu bilden die Gesetze des jeweiligen Landes, die Regelungen der jeweiligen Rechtsschule und die Maßgaben der Gelehrten.

Wassalam,

Mohammed Amin Labchara

Gemeinsames Fastenbrechen traditionell

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